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Tödlicher Verkehrsunfall bei Petting
PKW prallt gegen Baum und geht in Flammen auf – Ersthelfer handeln kuragiert
Petting. Die Feuerwehr Petting wurde am Samstagmittag (3. Januar) gegen 12:15 Uhr gemeinsam mit den Feuerwehren Laufen und Leobendorf von der Integrierten Leitstelle Traunstein mit dem Einsatzstichwort „THL 3 – Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ auf die Kreisstraße TS 32 zwischen Lemperholzen und Geisbach alarmiert. Ein Pkw war dort zunächst gegen einen Baum geprallt und anschließend in Flammen aufgegangen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch Ersthelfer kam für den Fahrzeuglenker jede Hilfe zu spät. Ein Gutachten soll nun den genauen Unfallhergang klären.
„Bei unserem Eintreffen hatten Ersthelfer den Fahrzeuglenker bereits aus dem Fahrzeug befreit und mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen“, schildert Pettings Kommandant und Einsatzleiter Georg Mayer die dramatischen Szenen am Samstagmittag. Trotz des tragischen Endes haben seiner Einschätzung nach „die Ersthelfer alles richtig gemacht und viel Zivilcourage an den Tag gelegt“. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten unmittelbar nach ihrem Eintreffen die medizinischen Erstmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Parallel dazu wurde ein Löschangriff vorgenommen, um den im Vollbrand stehenden Fiat-Kastenwagen zu löschen. Hierzu kamen mehrere Atemschutztrupps zum Einsatz, die auf das Löschwasser aus den Tanks der Löschfahrzeuge zurückgriffen.
Trotz aller medizinischen Bemühungen erlag der Fahrzeuglenker noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Zur psychischen Betreuung der Ersthelfer wurde das Kriseninterventionsteam (KIT) hinzugezogen. Einsatzkräfte des Helferinterventionsteams (HIT) des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein kümmerten sich zudem um die Einsatzkräfte der beteiligten Feuerwehren. Die Feuerwehren richteten eine Vollsperrung der Kreisstraße ein und unterstützten im weiteren Einsatzverlauf die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle. Die Klärung der Unfallursache übernimmt die Staatsanwaltschaft; hierzu wurde ein Sachverständiger an die Einsatzstelle entsandt. Die polizeilichen Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Laufen. Das Unfallfahrzeug erlitt augenscheinlich einen Totalschaden und wurde abgeschleppt.
Insgesamt waren die Feuerwehren Petting, Leobendorf und Laufen mit 72 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen im Einsatz. Seitens des Rettungsdienstes wurden ein Notarztfahrzeug sowie ein Rettungswagen zur Unfallstelle entsandt. Darüber hinaus befanden sich der Rettungshubschrauber Christoph 14 sowie mehrere Streifen der Polizei vor Ort. Auch Vertreter der Kreisbrandinspektionen Traunstein und Berchtesgadener Land unterstützten die Einsatzleitung. Aufgrund der frostigen Temperaturen wurde zusätzlich ein Streufahrzeug angefordert, da das eingesetzte Löschwasser gefror und sich eine gefährliche Eisfläche bildete. Gegen 15:30 Uhr waren alle Maßnahmen an der Unfallstelle abgeschlossen und die Straße konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Unmittelbar nach dem Einrücken der Feuerwehr Petting folgte ein weiterer Einsatz im Ortsgebiet. Dort leisteten die Einsatzkräfte nach einer Kreissägenverletzung Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf.
Text
Hubert Hobmaier
reisfeuerwehrverband Traunstein
Bilder
Feuerwehr Petting
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