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Realbrandausbildung: Nicht nur im Ernstfall wird es heiß!
Hohes Atemschutz Ausbildungsniveau – Temperaturen wie im Echteinsatz
Übersee. In der Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA) des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein absolvieren Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Traunstein unter realitätsnahen Bedingungen Übungen für den Innenangriff sowie den Eigenschutz bei Brandeinsätzen. An einem Lehrgangstag lernen die Teilnehmer aber auch Techniken zur Türöffnung, trainieren die unterschiedlichen Löschtechniken und bekommen viele nützliche Verhaltensweisen für ihren Einsatz bei den Feuerwehren vor Ort an die Hand. Kernstück der Ausbildung ist der mit Holz befeuerte Übungscontainer. In diesem lassen sich sogenannte Rauchgasdurchzündungen simulieren, wodurch die Teilnehmer unter Anleitung der fünf Ausbilder unter möglichst realistischen Bedingungen gezielt Strahlrohrtechniken, Türöffnungen und das taktisch richtige Vorgehen im Innenangriff trainieren können.
Die Ausbildung umfasst dabei die Beobachtung also das sogenannte „Lesen“ der unterschiedlichen Brandphasen ebenso wie Einsatzszenarien unter äußerst anspruchsvollen Bedingungen unter anderem mit Temperaturen, wie sie auch bei echten Einsätzen vorkommen. „Wir bieten eine moderne und praxisorientierte Ausbildung“, betont Lehrgangsleiter Tobias Plenk und verweist dabei auf die durchwegs positiven Rückmeldungen der teilnehmenden Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Die Realbrandausbildung ist Bestandteil eines dreistufigen Ausbildungskonzepts für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein. Nach dem Grundlehrgang sowie der Ausbildung an der gasbefeuerten Brandsimulationsanlage in Traunreut richtet sich der Blick der Ausbildung insbesondere auf die realitätsnahe Vorbereitung der Einsatzkräfte. Neben der dreistufigen Basisausbildung bietet der Kreisfeuerwehrverband Traunstein ergänzende Ausbildungsbausteine wie den Umgang mit Wärmebildkameras oder Chemikalienschutzanzügen an.
Darüber hinaus organisieren die Landkreisausbilder aus dem Bereich Atemschutz die jährlich verpflichtende Belastungsübung für alle Atemschutzgeräteträger in den beiden Übungsanlagen in Traunstein oder Trostberg. Kürzlich wurden in der RDA Übersee elf Atemschutzgeräteträgerinnen und -Geräteträger der Feuerwehren Chieming, Hochberg, Kay, Traunstein, Traunwalchen sowie der Werkfeuerwehr BSH Traunreut einen Samstaglang umfangreich geschult. Die Tagesausbildung der Ehrenamtlichen fand bei sommerlichen Temperaturen statt, was die körperlichen Belastungen insbesondere in Verbindung mit der Schutzkleidung sowie der Atemschutzausrüstung nochmals deutlich erhöht.
Text und Bilder: Stefan Lohwieser, Hubert Hobmaier, Stefan Thurner - Kreisfeuerwehrverband Traunstein